Weberei (Rondeshagen)

 

Schwerpunkt ist die Herstellung von Web-Stoffen. Der therapeutische Wert, den diese Arbeit entfaltet, der Rhythmus des Webstuhles, die innerlich strukturierende Wirkung einer äußeren Ordnung (Web-Kette) und der Einfluss eines harmonischen Farbspieles auf den Schönheitssinn, wird von der Werkstattgruppen-Leiterin als wesentliches Merkmal ihrer Arbeit eingestuft. Daher wird die Farbkomposition der Stoffe auch von der Leiterin selbst vorgenommen. Die Fähigkeiten einzelner MitarbeiterInnen erlauben auch das Heranwagen an komplizierte Muster (bis zu acht Tritte!), so dass sich hier auf das Weben konzentriert wird, und Handarbeiten keine große Rolle spielen.

 

 

Weberei (Bliestorf)

 

Neben der klassischen Arbeit am Webstuhl sind in dieser Werkstatt auch handarbeitliche Fähigkeiten, wie Stricken und Häkeln von Bedeutung. Gemeinsam mit der fachkundigen Weberin werden Garne und Wolle ausgesucht, Farbkompositionen und Muster besprochen sowie der Arbeitsplatz eingerichtet. Auch die Tätigkeitsangebote der Weberei berücksichtigen das Erlebbarmachen einer Produktionskette vom Ausgangsstoff Schafwolle bis hin zum fertigen Kleidungsstück: So wird die von einem Schäfer direkt bezogene „Roh-Wolle“ in der Werkstatt gewaschen, kardiert und zu einem Woll-Faden gesponnen, der wiederum als Grundlage für die Strick- oder Häkelarbeiten dient. Der/ die MitarbeiterIn hat auch hier wieder die Möglichkeit, zu einem tieferen Verständnis eines ganzheitlichen Arbeitsprozesses zu gelangen.

 

Die Stoffe und Handarbeiten werden entweder als Auftrags-Arbeit angefertigt oder direkt vermarktet (z. B. Kunsthandwerkermarkt St. Petri, Lübeck. Kunsthandwerkermarkt "fecit", Kiel).