Holzwerkstatt

 

Die Holzwerkstatt befindet sich in Bliestorf. Hier arbeiten zurzeit zehn zu betreuende Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren mit geistiger und/ oder seelischer Behinderung.

 

Unter fachkundiger Anleitung werden aus heimischen Hölzern Spielzeuge, wie Bauklötzchen, Ritterburgen, Holzautos etc., sowie Gebrauchsgegenstände, wie Schlüsselanhänger, Obstschalen, Frühstücksbretter etc. hergestellt. Die Besonderheit liegt in der Naturbelassenheit der Werkstücke: Maserungen und Strukturen bleiben durch den (Schutz-) Auftrag von Leinöl-Firnis und gelegentlichen „zarten“ Lasuren erlebbar; die Berücksichtigung natürlicher Strukturen (Gabelungen, Astlöcher, Rinden-Partien) machen die Produkte einzigartig. Der Holz-Rohstoff fällt bei der jährlichen (Hecken-) Knick-Pflege im Winter an. Die finger- bis armdicken Hölzer werden in Meterstücke gesägt und für zwei Jahre zur Trocknung gelagert. Das gelagerte Material wird mit Schälmessern entrindet, auf die entsprechende Bauklötzchen-Größe gesägt und anschließend mit Hand geschliffen. Diese Verfahrenskette verwirklicht den Leitgedanken eines ganzheitlich nachvollziehbaren Arbeitsprozesses. (vgl. „vom Korn zum Brot“). Außerdem finden zwei MitarbeiterInnen in der Produktion von s. g. „Anzündholz“ (Spanholz-Bündel-Päckchen) ihre Aufgabe: Auf 25 cm zurecht gesägtes Brett-Holz von Einwegpaletten wird mit einem an einem Drehgelenk befestigten Spaltmesser in bleistiftdünne Späne zerkleinert, diese in einer Schablone zu einem ofenrohrdicken Bündel gesammelt und abschließend mit einer Drahtschlaufe fixiert.

 

Die Vermarktung erfolgt ausschließlich direkt, mit saisonalem Schwerpunkt in den Monaten September bis Dezember auf Ein- bis Zwei-Tages-Märkten. Eine hohe Umsatzrate generiert die Teilnahme an einem 14-tägigen Weihnachtsmarkt in der Lübecker Innenstadt.